Logo der Initiative „Kein Raum für Missbrauch“
Kinderschutz an der Realschule Feudenheim

Bei uns ist kein Raum für Missbrauch.

Unsere Schule soll ein sicherer Ort sein – für alle. Mit unserem Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt regeln wir, wie wir vorbeugen, wer ansprechbar ist und was im Verdachtsfall passiert. Erarbeitet gemeinsam mit Schüler:innen, Eltern und Kollegium.

Porträt von Tobias Pfeifer
„Jedes Kind soll sich an unserer Schule sicher fühlen. Dafür tragen wir als ganze Schulgemeinschaft Verantwortung.“
Tobias Pfeifer · Schulleiter
Du brauchst jetzt Hilfe?
Nummer gegen Kummer
116 111
Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch
0800 22 55 530
kostenlos · anonym
Mo, Mi, Fr 9–14 Uhr · Di, Do 15–20 Uhr
Ansprechpersonen an der Schule
9
Bausteine nach KMK-Leitfaden
Schritt 3 / 8
Risiko- und Potentialanalyse läuft
aktiv
Planungsgruppe gegründet
Okt. 2026
Stand dieser Seite

Hilfe für dich

Wenn dich jemand anfasst, wie du es nicht willst, dir komische Nachrichten oder Bilder schickt oder du dich unwohl fühlst: Das ist nicht deine Schuld. Du darfst darüber reden – immer. Du kannst zu jeder Lehrkraft gehen, der du vertraust, oder zu unseren Ansprechpersonen.

Sprich mit jemandem
Persönlich reden
Geh zu einer Lehrkraft, der du vertraust – oder zu unseren Ansprechpersonen. Sie hören dir zu und helfen.
Im Notfall
Polizei 110 · Notruf 112
Wenn du gerade in Gefahr bist, ruf sofort an – kostenlos von jedem Handy.
Lieber schreiben?
Nachricht über IServ
an eine Ansprechperson – oder online beim Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch

Unsere Ansprechpersonen

Sie hören zu, nehmen dich ernst und überlegen mit dir, was als Nächstes passiert. Sprich sie einfach an oder schreib ihnen über IServ.

Porträt von Coletta Riekert
Coletta Riekert
Stellv. Schulleiterin · Ansprechperson Schutzkonzept
ansprechbar in der Schule und per IServ
Porträt von Eva Brandenbusch
Eva Brandenbusch
Ansprechperson Schutzkonzept
ansprechbar in der Schule und per IServ
Porträt von Jasmin Folz
Jasmin Folz
Ansprechperson Schutzkonzept
ansprechbar in der Schule und per IServ
Porträt von Alexander Eisen
Alexander Eisen
Ansprechperson Schutzkonzept
ansprechbar in der Schule und per IServ
Porträt von Sven Heinzelbecker
Sven Heinzelbecker
Beratungslehrer · Ansprechperson Schutzkonzept
ansprechbar in der Schule und per IServ

Unser Weg zum Schutzkonzept

Wir gehen nach dem Leitfaden der Kultusministerkonferenz vor. Hier sehen Sie, wo wir gerade stehen.

Stand: Schritt 3 von 8
Aktuell: Risiko- und Potenzialanalyse
  1. Schritt 1: Auftrag durch die Schulkonferenzerledigt
  2. Schritt 2: Planungsgruppe gegründeterledigt
  3. Schritt 3: Risiko- und Potenzialanalysein Arbeit
  4. Schritt 4: Pädagogischer Taggeplant
  5. Schritt 5: Entwurf der Bausteinegeplant
  6. Schritt 6: Beschluss in der Schulkonferenzgeplant
  7. Schritt 7: Umsetzung im Schulalltaggeplant
  8. Schritt 8: Überprüfung und Weiterentwicklunggeplant
2 von 8 Schritten abgeschlossenNächster Schritt: Pädagogischer Tag

Die 9 Bausteine unseres Schutzkonzepts

Nach der Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ der Unabhängigen Bundesbeauftragten und der Kultusministerien. In Baden-Württemberg ist Prävention als Leitperspektive „Prävention und Gesundheitsförderung“ im Bildungsplan verankert; unser Schutzkonzept ist Teil des Landesrahmenkonzepts „stark.stärker.WIR.“.

1. Leitbild

Unser Leitbild ist ein Schulvertrag, den alle Schüler:innen, Eltern und Lehrkräfte unterschreiben. Der Schutz vor sexualisierter Gewalt wird dort verankert.

Zum Schulvertrag · Ergänzung in Arbeit

2. Interventionsplan

Ein klarer Ablauf für jeden Verdachtsfall – ob die Gewalt außerhalb der Schule geschieht, unter Schüler:innen oder durch Beschäftigte. Mit Rehabilitation bei unbegründetem Verdacht.

Siehe Ablauf unten auf dieser Seite.

3. Kooperation

Wir arbeiten mit schulberatenden Diensten, Fachberatungsstellen gegen sexualisierte Gewalt und dem Jugendamt zusammen – bei der Entwicklung des Konzepts und im Verdachtsfall.

Wird mit der Planungsgruppe festgelegt

4. Personalverantwortung

Kinderschutz ist Chefsache: Führungszeugnisse, Einweisung neuer Beschäftigter in das Schutzkonzept, Selbstverpflichtung und klares Ansprechen von Grenzverletzungen.

In Arbeit (Planungsgruppe)

5. Fortbildung

Alle Beschäftigten erwerben Grundlagenwissen und frischen es regelmäßig auf, z. B. mit dem anerkannten Online-Kurs „Was ist los mit Jaron?“ (ca. 4 Stunden).

In Arbeit (Planungsgruppe)

6. Verhaltenskodex

Gemeinsam erarbeitete, überschaubare Regeln für Risikosituationen (z. B. Einzelgespräche, Sportunterricht, Fahrten). Ausnahmen werden transparent gemacht. Das schützt Kinder und Beschäftigte.

In Arbeit (Planungsgruppe)

7. Partizipation

Wer mitbestimmen darf, traut sich eher, Probleme anzusprechen. Über die Beteiligungsplattform aula und die SMV gestalten unsere Schüler:innen ab Klasse 5 ihre Schule mit.

Bereits umgesetzt: aula und SMV – mehr auf der aula-Seite

8. Präventionsangebote

An unseren fünf Klassentagen und weiteren Terminen gibt es für die Klassen 5–10 Workshops mit Mannheimer Partner:innen – u. a. zu Kinderrechten, sexueller Bildung, sicherer Mediennutzung und seelischer Gesundheit. Die „Stille Pause“ bietet einen Rückzugsort.

Bereits umgesetzt: Präventionsprogramm, Klassentage, Stille Pause

9. Ansprechstellen und Beschwerdewege

Feste Ansprechpersonen und ein Beschwerdeweg, den Schüler:innen leicht nutzen können – auch anonym.

Siehe Ansprechpersonen oben.

Was passiert bei einem Verdacht?

So gehen Lehrkräfte und Schulleitung vor, wenn es Hinweise auf sexualisierte Gewalt gibt. Wichtig: Wir handeln ruhig, abgestimmt und mit Fachleuten – und immer zum Schutz des Kindes.

Schritt Entscheidung Verfahren endet Jugendamt wird eingeschaltet
1
Eine Lehrkraft bemerkt Anhaltspunkte
für eine Gefährdung des Kindeswohls durch sexualisierte Gewalt.
2
Ersteinschätzung und Information der Schulleitung
Die Lehrkraft schätzt die Lage ein, informiert die Schulleitung, gemeinsam werden die nächsten Schritte geklärt.
3
Sind die Anhaltspunkte gewichtig?
Bewertung durch Lehrkraft, Schulleitung und Team – bei Bedarf mit einer insoweit erfahrenen Fachkraft (Kinderschutzfachkraft) mit Qualifikation zu sexualisierter Gewalt.
Unbegründet → Verfahren beenden, dokumentieren.
Unklar → weiter beobachten, ggf. Informationen einholen, schriftlich dokumentieren, ggf. Erziehungsberechtigte zu Hilfen motivieren. Danach zurück zu Schritt 2.
Gewichtig → weiter mit Schritt 4.
4
Wie hoch ist die Gefährdung?
Bewertung durch Lehrkraft, Schulleitung, Beratungslehrkraft, Team und insoweit erfahrene Fachkraft.
Akute Gefährdung → sofortige schriftliche Mitteilung an das Jugendamt (Sozialer Dienst); falls nötig sichert die Schule den Schutz des Kindes selbst.
Latente Gefährdung → weiter mit Schritt 5.
5
Beratung und individueller Schutzplan
Lehrkraft und Schulleitung beraten sich mit der insoweit erfahrenen Fachkraft. Das Kind bekommt Hilfsangebote, z. B. über eine Fachberatungsstelle. Gemeinsam wird ein Schutzplan für das Kind entwickelt. Besteht der Verdacht im familiären Umfeld, werden die Eltern zum Schutz des Kindes zunächst nicht einbezogen.
6
Greift der Schutzplan?
Einschätzung durch Lehrkraft, Schulleitung und insoweit erfahrene Fachkraft, mit verbindlicher Beratung durch eine Fachberatungsstelle.
Ja → Verfahren beenden, dokumentieren.
Nein → schriftliche Mitteilung an das Jugendamt (Sozialer Dienst); weitere Maßnahmen werden in einer Helfer:innen-Konferenz abgestimmt.

Grundlage: Basis-Verfahren aus dem Handlungsleitfaden bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung an Schulen, Staatliches Schulamt Mannheim (2016); für die Realschule Feudenheim überarbeitet. Jeder Schritt wird schriftlich dokumentiert.

Für Eltern: Was Sie zu Hause tun können

  • Akzeptieren Sie, wenn Ihr Kind nicht berührt werden möchte – so lernt es, Nein zu sagen.
  • Sprechen Sie offen und altersgerecht über Körper, Sexualität und Grenzen.
  • Interessieren Sie sich für die Apps und Kontakte Ihres Kindes im Netz.
  • Sagen Sie Ihrem Kind: Du kannst mir alles erzählen – auch wenn du eine Regel gebrochen hast.
  • Glauben Sie Ihrem Kind und nehmen Sie Veränderungen ernst.

Nach den Tipps der Kampagne „Nicht wegschieben“.

Fragen oder Anregungen zum Schutzkonzept?
Die Planungsgruppe freut sich über Rückmeldungen von Schüler:innen, Eltern und Kollegium.
Planungsgruppe kontaktieren

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